Die Fundamente der deutschen Staatsidee
Bundesbruder Hermann Ehlers hielt den folgenden Vortrag anläßlich einer öffentlichen Veranstaltung im Rahmen der Verbandstagung in Marburg 1953.
Die Fundamente des Parlaments
Achtung vor der Meinung und vor der Arbeit des anderen
Hat das Parlament bei uns die Position erreicht, die es in einer repräsentativen Demokratie —wenn sie ihren Namen mit Recht tragen soll —haben muß? Ist es wirklich schon die Vertretung der im Volk lebendigen Ansichten und verstehen die Staatsbürger ihr Parlament auch in diesem Sinne?
Das Volk an das Parlament, das Parlament an das Volk heranbringen
Bundespräsident Theodor Heuss spricht in seiner Trauerrede vor dem Deutschen Bundestag am 2. November 1954 von dem „menschlichen Erschrecken, wie der Tod ein in der Entfaltung stehendes reiches, ja verschwenderisches Leben an sich reißt.” Theodor Heuss drückt aus, was viele Bürger im Lande empfinden: „Hier wurde dem Vaterlande eine Kraft geraubt, die berufen war, die sich auch berufen wußte, mit ein Baumeister der deutschen Zukunft zu werden.”
Hermann Ehlers - ein bleibendes Vorbild
Hermann Ehlers: Hüter der Ordnungen des Denkens
Erst ein starkes Parlament gibt dem Staat Autorität
In seiner Trauerrede spricht am 2. November 1954 der amtierende Präsident des Bundestages, Vizepräsident Carlo Schmid, von Hermann Ehlers als von einem Mann, der gewußt habe, „daß die Demokratie, die Herrschaft des Volkes, nur dort ihre Wurzeln fest in das Erdreich der Nation zu setzen vermag, wo sie fordernd und Achtung heischend auftritt.” Diesem Ziel habe der unermüdliche Wille Hermann Ehlers gegolten.
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