
Zum Buch von Ilko-Sascha Kowalczuk
Als Leonid Breschnew am 10. November 1982 im Alter von 76 Jahren starb, befand sich die Sowjetunion in einer tiefen gesellschaftlichen und ökonomischen Krise. Das riesige Land, in dem knapp 290 Millionen Menschen lebten, konnte seine Bevölkerung kaum noch mit dem Nötigsten versorgen. Die desaströse Situation der sowjetischen Gesellschaft spiegelte sich in einem peinlichen Vorfall wieder, der sich vor den Augen der Weltöffentlichkeit auf der Beerdigung Leonid Breschnews zutrug. Beim Ablassen des Sarges verloren die Träger die Kontrolle über die Tragseile, und der Sarg stürzte polternd in die Grube.
Neuer KPDSU-Chef wurde Juri Andropow, der nur zwei Jahre später vom bereits todkranken Konstantin Tschernenko abgelöst wurde. Mit der überraschenden Wahl des erst 54jährigen Michael Gorbatschow am 10. März 1985 zum neuen Parteichef waren zunächst keine Reformhoffnungen verbunden. Vom Führer des Weltkommunismus erwartete man keine tiefgreifenden Zugeständnisse in Fragen von Demokratie und Menschenrechten. Noch 1986 stellte Helmut Kohl ihn in einem Interview mit dem Newsweek Magazine auf eine Stufe mit Goebbels. Doch schon bald avanciert Gorbatschow zum neuen Hoffnungsträger der westlichen Staats- und Regierungschefs. Anders als seine Vorgänger stellt er sich der Gesellschaftskrise und leitet unter den Begriffen „Perestroika“ (russ. „Umgestaltung“) und „Glasnost“ (russ. „Öffentlichkeit“) einen zunächst noch zaghaften Reformkurs ein. Der Marxismus-Leninismus als Staatsdoktrin blieb dabei ebenso unangetastet wie die Einparteienherrschaft und die zentralistische Wirtschaftsstruktur. Ein Paukenschlag folgte. Bei einem Staatsbesuch am 10. April 1987 in Prag sagte Gorbatschow: „Jedes sozialistische Land hat seine Spezifik. Die Bruderparteien legen den sozialistischen Kurs unter Berücksichtigung der nationalen Bedingungen fest.“ Damit hob er de facto die Breschnew-Doktrin von 1968 auf, mit der Moskau militärische Interventionen wie 1956 in Ungarn und 1968 in der ČSSR zu rechtfertigen suchte. Kowalczuk sieht hier den Anfang vom Ende des Sowjetimperiums. Gorbatschow habe damit „den Geist aus der Flasche“ gelassen und „das Imperium preisgegeben“.
Die Menschen in der DDR verfolgten die Vorgänge in der Sowjetunion sehr genau. Ihr Schicksal war eng mit dem der Sowjetunion verbunden. Ohne die Schutzmacht Moskau war die DDR weder wirtschaftlich noch politisch überlebensfähig. Seit Mitte der 80er Jahre konstatiert Kowalczuk eine zunehmende Resignation und Hoffnungslosigkeit in der DDR-Gesellschaft. Die Menschen waren der seit über vier Jahrzehnten regierenden Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED), die 1946 aus der Zwangsvereinigung von KPD und SPD hervorgegangen war, überdrüssig. Seit der Gründung der DDR am 17. Oktober 1949 agierte das SED-Politbüro als eine Art Überregierung. Alle Erlasse, Gesetze, Verordnungen und Beschlüsse mussten vor der Verabschiedung durch die Volkskammer vom SED-Politbüro abgesegnet werden. Fortan wurden Partei, Staat und Gesellschaft mehr und mehr nach dem sowjetischen Grundmodell des Sozialismus organisiert. Bis hinunter auf die Kreisebene war die DDR-Gesellschaft von einem Geflecht aus SED-Kadern in Universitäten, Verbänden und Betrieben überzogen. 1968 wurde der Machtanspruch der SED in Artikel 1 der Verfassung festgeschrieben. Etwa jeder fünfte Erwachsene war in der zweiten Hälfte der 80er Jahre SED-Mitglied (2,32 Millionen). Von den SED-Mitgliedern waren etwa fünf Prozent (116 000) Inoffizielle Mitarbeiter des MfS. Neben der SED gab es die vier Blockparteien CDU, LDPD, DBD und NDPD (im Volksmund auch als „Blockflöten“ bezeichnet), die sich aber nicht durch eine eigenständige Politik hervortaten. Noch 1989 priesen sie die SED als alternativlos. Der SED unterstand ein weitläufiger Militär- und Sicherheitsapparat zu dem neben dem Ministerium für Staatssicherheit (MfS) mit 91 000 hauptamtlichen und 189 000 Inoffiziellen Mitarbeitern das Ministerium des Innern (MdI) mit 127 000 Angestellten, die Nationale Volksarmee (NVA) mit 92 400 Berufsoffizieren und 75 600 Wehrpflichtigen, die Grenztruppen mit 47 000 Mann sowie die Transportpolizei mit 5 600 Berufspolizisten und 800 Wehrpflichtigen, die Zollverwaltung mit 8 000 Beschäftigten und eine Reihe weiterer paramilitärischer Organisationen gehörten. Zu den vielen Widersprüchlichkeiten des DDR-Systems gehörte, so Kowalczuk, dass Staat und Gesellschaft trotz einer penetranten Friedensrhetorik in einem Maße militarisiert waren wie kein zweites europäisches Land in Friedenszeiten. Insgesamt standen etwa eine halbe Million Menschen ständig unter Waffen. Hinzu kamen etwa 500 000 auf dem Gebiet der DDR stationierte sowjetische Soldaten. Eine besondere Bedeutung im Militär- und Sicherheitsapparat der DDR kam dem Ministerium für Staatssicherheit („Stasi“) zu, dem „Schild und Schwert“ der Partei. Wenn auch nach außen hin kaum sichtbar, so war das MfS doch omnipräsent. Staat und Gesellschaft wurden umfassend ins Visier genommen, tausende DDR-Bürger bespitzelt, überwacht und abgehört. In jeder Seminargruppe, in jedem Verein und auf jeder Versammlung wurden Spitzel des MfS vermutet. Das Spiel mit der Angst und die Einschüchterung der Gegner des Kommunismus gehörten zum Kalkül der Diktatur.
Als eine der Säulen der DDR-Diktatur, mit der man sich in positiver Weise verbinden konnte, identifiziert Kowalczuk die staatliche Sozialpolitik, die eine materielle Grundsicherung von der Wiege bis zur Bahre garantierte. Das Kalkül dahinter sei gewesen, die Menschen zu beruhigen und ihnen keinen Anlass zu geben, gegen das System aufzubegehren. Noch heute gilt vielen DDR-Nostalgikern die Rundumversorgung als positive Errungenschaft. Sie vergessen dabei (hier ist dem Autor zuzustimmen) zweierlei: 1. Der Preis für die soziale Absicherung – unmündige Bürger und eine abgehängte Wirtschaft – war extrem hoch. 2. In kommunistischen Diktaturen fungiert Sozialpolitik als Kompensation für fehlende demokratische Legitimation. Als weitere Säule der Diktatur benennt Kowalczuk den staatlich inszenierten Antifaschismus. Als innenpolitischer Stabilitätsfaktor könne der Antifaschismus gar nicht noch genug bewertet werden. Der Antifaschismus habe als Ersatzpatriotismus fungiert und dem Staat als moralische Legitimationsgrundlage gedient. (Folgerichtig hat die SED die Mauer als „antifaschistischen Schutzwall“ bezeichnet.)
„Endspiel – Die Revolution von 1989 in der DDR“ – schon der Titel des Buches von Ilko-Sascha Kowalczuk verrät, auf was es ihm bei der Darstellung der Ereignisse ankommt. Er begreift den Sturz des SED-Regimes und die Öffnung der Mauer nicht in erster Linie als Ergebnis der Politik der Bundesregierung und der Siegermächte des Zweiten Weltkrieges, sondern als Ziel- und Höhepunkt einer Bewegung von unten, die von Kirchen, Bürgerrechtsbewegungen und anderen oppositionellen Gruppen getragen wurde. Der Mut und die Zivilcourage der DDR-Bürger haben letztendlich zur Implosion des SED-Regimes und zum Sturz der kommunistischen Machthaber geführt. Die auf Straßen und Plätzen tausendfach geäußerte Forderung der ostdeutschen Bevölkerung nach Freiheit und Demokratie, habe – so der Tenor des Buches – erst den Boden bereitet für die auf die deutsche Einigung abzielende Politik der Kohl-Genscher Regierung. Kowalczuk geht noch einen Schritt weiter: Die Idee der deutschen Einheit sei in der DDR-Gesellschaft vitaler gewesen als in der bundesdeutschen (spiegelbildlich zur Parteipolitik: Während die Brandt-, Schmidt- und Kohl-Regierungen an der deutschen Einheit als Ziel festhielten, beharrte die SED auf ihrer Zwei-Nationen-These). Eine Meinungsumfrage vor dem Honecker-Besuch 1987 in der Bundesrepublik ergab, dass 30 % der Bundesbürger Honecker für sympathisch und vertrauenswürdig hielten. Auf die Frage „Was würden sie Honecker persönlich fragen wollen, wenn Sie mit ihm sprechen könnten?“ antworteten nur 9 %: „Über die Einheit“. Auch führende westdeutsche Politiker und Intellektuelle wie Oskar Lafontaine, Joschka Fischer, Günther Grass oder Jürgen Habermas machten aus ihrer Einheitsskepsis keinen Hehl.
Seit 1982 suchten Teile der SPD das politische Gespräch mit der SED, was schließlich in einem SPD-SED-Papier mit dem kurios anmutenden Titel „Der Streit der Ideologien“ gipfelte. Die Initiatoren des heftig diskutierten Papiers um den SPD-Politiker Erhard Eppler forderten darin, dass die Bewahrung des Friedens und die Abrüstung zentrale Pfeiler deutsch-deutscher Politik sein müssten. Die Systeme müssten sich gegenseitig anerkennen und dürften sich nicht ihre Daseinsberechtigung absprechen. Zu den Verfechtern dieses Papiers gehörten neben Eppler und Bahr auch Voigt, Lafontaine und Schröder. Umgehend sah sich die deutsche Sozialdemokratie dem Vorwurf ausgesetzt, aus „Wandel durch Annäherung“ sei „Wandel durch Anbiederung“ (CDU-Generalsekretär Heiner Geißler) geworden. Bereits im Oktober 1980 hatten sich die Grünen und Teile der SPD dazu durchgerungen, Honeckers „Geraer Forderungen“ anzuerkennen. Honecker hatte verlangt, dass die Bundesrepublik die DDR-Staatsbürgerschaft anerkenne, die zentrale Erfassungsstelle in Salzgitter zur Erfassung von SED-Verbrechen auflöse und die ständigen Vertretungen beider Staaten in Botschaften umgewandelt würden. Eine Anerkennung dieser Forderungen durch eine Bundesregierung hätte eine schnelle Einheit unmöglich gemacht. Keinen Hehl macht Kowalczuk aus seiner Bewunderung für den „Mahner in der Wüste“ Helmut Kohl. Anders als viele andere Politiker habe Kohl immer wieder mit deutlichen Worten auf den Diktaturcharakter des SED-Regimes hingewiesen. Damit habe sich Kohl auf die Seite jener DDR-Bürger gestellt, die von der allgegenwärtigen Parteipropaganda, den immergleichen kommunistischen Parolen, von Bevormundung, Bespitzelung und Zensur genug hatten. Auch konnten und wollten die Menschen es nicht mehr länger hinnehmen, in der DDR „eingesperrt zu sein“. Nur in dringenden Familienangelegenheiten war es nach 1972 jüngeren Menschen erlaubt in die Bundesrepublik zu reisen. Zwischen der Gründung 1949 und dem Mauerbau 1961 flüchteten 3 Millionen Menschen aus der DDR. Von 1962 bis Oktober 1989 sind noch einmal 600 000 Menschen flüchtend oder offiziell in die Bundesrepublik gelangt. Der drastische Anstieg der Ausreisewilligen und Flüchtlinge Ende der 80er Jahre trug wesentlich zur Destabilisierung des SED-Systems bei.
Ausführlich geht Kowalczuk auf die Rolle der Kirchen und anderer oppositioneller Gruppen in der erwachenden DDR-Demokratiebewegung ein. Wie in den anderen Ostblockstaaten auch – in Polen wurde Papst Johannes Paul II. zur Symbolfigur wider den Kommunismus, für Freiheit und Demokratie – waren die Kirchen die einzig verbliebene Großinstitution die trotz massiven Drucks eigenständig und unabhängig von der SED agieren konnten. Insbesondere von der evangelischen Kirche zeichnet Kowalczuk ein ambivalentes Bild. In der Frage, wie sie sich zum Kommunismus als Staatsdoktrin stellen sollte, sei sie uneinheitlicher als die katholische Kirche aufgetreten, die sich in gesellschaftspolitischen Fragen weitgehend enthalten habe und dadurch „hinnehmbarer war als die evangelische Kirche“. In der Frage, wie sie sich zum DDR-Kommunismus verhalten solle, sei die evangelische Kirche „unentschlossen, zuweilen hilflos gewesen“. Schließlich habe man sich mit der Formel „Kirche im Sozialismus“ auf eine Art Stillhalteabkommen geeinigt, das für viele kirchenleitenden Kräfte bis zum Herbst 1989 handlungsanleitend blieb. Er verweist zugleich auf zahllose Beispiele von evangelischen Pfarrern und Kirchenmitarbeitern, die mutig und aufrecht ihr christliches Menschenbild dem im Kern menschenverachtenden kommunistischen Weltbild entgegenstellten. Zu den besonders entschiedenen Gegnern des SED-Regimes zählte der der Bekennenden Kirche zugehörige Berlin-Brandenburgische Bischof Otto Dibelius (seit 1900 VDSt Berlin). Er vertrat die Ansicht, dass es gegenüber einem totalitären Machtapparat wie der SED keine Gehorsamspflicht gebe. Eine wichtige Rolle kam den evangelischen Kirchen auch als Ort des politischen Meinungsaustausches zu. Unzählige Gemeindepfarrer wie Friedrich Schorlemmer, Christian Führer oder Christoph Wonneberger stellten ihre Kirchenräume als Plattform für die politische Diskussionen zur Verfügung. Die Kirchen wurden so oftmals zum Ausgangspunkt für öffentliche Demonstrationen.
Neben den Kirchen und vielfältig verschränkt mit diesen bildete sich im Herbst 1989 eine Bürgerrechtsbewegung, die ihre Wurzeln in der seit Ende der 70er Jahre sich herausbildenden unabhängigen Friedensbewegung („Frauen für den Frieden“, „Konkret für den Frieden“, „Initiative für Frieden und Menschenrechte“) hatte. Zu den bekanntesten Bürgergruppen zählte das „Neue Forum“. Mit dem Gründungsaufruf „Aufbruch 89 – Neues Forum“ am 09. September 1989 im Haus des 1981 verstorbenen Regimekritikers Robert Havemann unternahmen die Initiatoren Jens Reich, Bärbel Bohley und Rolf Henrich den Versuch, eine politische Bewegung im formellen Rahmen der DDR-Gesetzlichkeit zu gründen. Die Idee des „Neuen Forums“ als „politische Plattform für die gesamte DDR“ stieß auf große Resonanz in der Bevölkerung. Bis Oktober lagen bereits mehr als 200 000 Beitrittserklärungen vor. In kurzen Zeitabständen bildeten sich weitere Bürgerrechtsgruppen: Am 12. September „Demokratie Jetzt“, am 01. Oktober der „Demokratische Aufbruch“. Die Gründungswelle trug erheblich zur inneren Mobilisierung der Gesellschaft bei. Immer mehr Menschen überwanden ihre Angst und gingen auf die Straßen. Am 09. Oktober 1989 versammelten sich etwa 70 000 Menschen in Leipzig nach dem Montagsgebet und skandieren „Wir sind das Volk“. Nur wenige Monate zuvor solidarisierte sich das SED-Regime noch öffentlich mit dem kommunistischen Regime in China, das für das Massaker am „Platz des Himmlischen Friedens“ in Peking mit mehr als 100 Todesopfern verantwortlich war. Die Angst der Demonstranten in Leipzig vor einer „chinesischen Lösung“ war groß. Wie durch ein Wunder blieb alles ruhig. Nur zwei Tage vorher, am 07. Oktober 1989, setzten die Sicherheitskräfte Schlagstöcke und Wasserwerfer ein und gingen mit brutaler Gewalt gegen Demonstranten in Berlin vor. Die bis dato größte Demonstration in der Geschichte der DDR erlebte Ost-Berlin am 04. November 1989. Etwa 200 000 Menschen versammelten sich auf dem Alexanderplatz. 26 Redner unterschiedlichster Gruppen, unter ihnen Friedrich Schorlemmer, Christa Wolf und Marianne Birthler, artikulierten ihre Vorstellungen von einer demokratischen Erneuerung der Gesellschaft.
Als am 09. November 1989 schließlich die Mauer fiel, mischte sich bei vielen Bürgerrechtlern Enttäuschung in das Gefühl des Überwältigtseins. Sie träumten bis zuletzt von einer anderen, demokratischen DDR. Symptomatisch dafür ist eine Äußerung von Bärbel Bohley am Tag nach dem Mauerfall: „Heute ist unsere Revolution kaputt gemacht worden.“ Ob der lange, steinige Weg einer demokratischen Erneuerung der DDR aus eigener Kraft ohne die „Einmischung“ der Bundesregierung eine realistische Option gewesen wäre, sei dahingestellt. In jedem Fall artikulierte Frau Bohley damit eine weitverbreitete Empfindung unter den DDR-Bürgerrechtlern.
Kowalczuk ist weit davon entfernt, ein idealisiertes Bild der Bürgerbewegung in der DDR zu zeichnen. Er weist darauf hin, dass sich noch im Herbst 1989 nur ein geringer Teil der DDR-Bürger aktiv am demokratischen Erneuerungsprozess beteiligt habe. Großdemonstrationen wie in Leipzig, Berlin und Plauen spiegelten nicht das tatsächliche Bild wieder. Erst in dem Maße wie das SED-Regime Schwächen zeigte, trauten sich die Menschen auf die Straßen. Kowalczuk sieht in der friedlichen Revolution von 1989 ein klassisches Beispiel dafür, dass Revolutionen nicht nur ein Kampf gegen den regierenden Herrschaftsapparat, sondern immer auch ein Kampf einer Minderheit um die schweigende, passive Mehrheit ist. Dass es sich aber um eine Revolution gehandelt habe, noch dazu um die erste erfolgreiche Revolution der deutschen Geschichte, daran lässt er keinen Zweifel.
Auf die große Revolutionsgeschichte des Jahres 1989 müssen wir wohl noch warten. Das Verdienst des Buches von Ilko-Sascha Kowalczuk ist es aber, die Zivilcourage der DDR-Bürger, die sich in Kirchen, Bürgervereinen und Oppositionsgruppen für eine demokratische Erneuerung eingesetzt haben, in angemessener Weise zu würdigen. Ohne den Mut und die Tatkraft jedes Einzelnen wäre die Mauer nicht gefallen.
Ilko-Sascha Kowalczuk: „Endspiel – Die Revolution von 1989 in der DDR“, C. H. Beck, München 2009, 602. S., 24,90 €













