Haarsträubende Dinge geschehen in der Bundesrepublik. So schildert der Spiegel 21/2007 auf Seite 36 ein Stück, das man sich auf der Zunge zergehen lassen muss: Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will bis zum Jahre 2013 an die 750.000 Kinderkrippenplätze schaffen.
Da der Vorsitzende der CSU, Edmund Stoiber, dies als eine sozialistische Maßnahme sieht, ist er dagegen und will ein Betreuungsgeld von 150 Euro pro Kind eingeführt wissen, damit Frauen die Wahlfreiheit haben, entweder ihre Kinder selbst zu betreuen oder von Dritten betreuen zu lassen.
Diese Maßnahme von Stoiber, würde sie eingeführt werden, hätte gerade für Hartz-IV-Bezieher (Eltern und zwei Kinder) zur Folge, dass sie fürs Nichtarbeiten 1.630 Euro netto pro Monat erhielten. In einem regulären Arbeitsverhältnis wären sie viel schlechter dran und noch viel schlechter, wenn die Kinder außer Haus zur Arbeit gingen. Ergo: Alle bleiben schön arbeitslos. Dies ist ein klassischer Fall der Politik der unbeabsichtigten Folgen, vor denen der berühmte österreichische Ökonom Friedrich August von Hayek so oft gewarnt hat.










