
Redakteur Politik & Hochschulen
Im Jahr 1983 kam ich in Leningrad zur Welt und lernte sie aus einem für die junge Generation ungewohnten Blickwinkel kennen. Während das sozialistische System gerade seinem Ende entgegen schritt erlebte ich die Perestroika, die Geburtsstunde der russischen Demokratie und die darauf folgenden turbulenten Jahre, bis meine Familie 1998 in die Bundesrepublik übersiedelte.
Ich lernte Deutsch und absolvierte das Abitur in Halstenbek (Schleswig-Holstein). Im Wintersemester 2004 – 2005 nahm ich das Studium der Rechtswissenschaften an der Hamburger Universität auf, später kamen Osteuropastudien hinzu. Zwischendurch studierte ich Rechts- und Wirtschaftswissenschaften in Bilbao, Spanien.
Das studentische Korporationswesen war mir bereits vor dem Studium aus der Literatur bekannt, daher suchte ich bewusst eine Reihe Hamburger Studentenverbindung auf. Negativ überrascht hatte mich zunächst die Arroganz, mit der einige Mitglieder der Korporationen glänzten, bis ich auf den VDSt Straßburg-Hamburg-Rostock stieß. Hier fühlte ich mich erstmals willkommen und trotz der damals etwas verblichenen Einrichtung der Etage und einer recht kleinen Aktivitas heimisch. Besonders geprägt haben mich die darauf folgenden Semester. Gemeinsam mit anderen jungen Bundesbrüdern und Alten Herren brachten wir die Etage auf Hochglanz, und die Aktivitas wuchs auf das Dreifache ihrer ursprünglichen Größe.
Es ehrt und freut mich bei den Akademischen Blättern mitwirken zu dürfen. Meine Interessens- und Betätigungsfelder liegen auf den Gebieten Bildung und Soziales sowie Wirtschaft und Politik. Ich habe neben meiner ehrenamtlichen Tätigkeit auf dem Gebiet der Migrantenintegration und dem Studium auch und besonders beim Hamburger VDSt gelernt, mit unterschiedlichsten Meinungen umzugehen und Problemen differenziert und lösungsorientiert zu begegnen. Auch deshalb versuche ich stets die politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Scheuklappen abzulegen, wenn meine Ansichten auch nicht immer mit der Meinung mancher Leser übereinstimmen mögen.

Pavel Usvatov





