Wirtschafts- und handelspolitisch bildet die Europäische Union einen festen Block. Sozialpolitisch tut sie das nicht. Es fällt nämlich auf, dass es da einerseits eine Gruppe von Ländern gibt, die zumindest heute nur eine – höflich formuliert – sehr zurückhaltend ausgeprägte Sozialpolitik haben. Dazu gehören in Europa vor allem das Vereinigte Königreich Großbritannien und die Republik Irland. Eine weitere Gruppe betont auch heute noch recht stark das Sozialwesen im gesellschaftlichen und politischen Gefüge. Hierzu zählen insbesondere die skandinavischen Staaten, es wurde in diesem Fall Schweden exemplarisch herausgegriffen. Eine weitere Gruppe ist im Bereich der Reformstaaten zu suchen. Es sind dies ehemalige Ostblockländer, die zwar heute zur Europäischen Union gehören, die sich aber immer noch ein Stück weit mit dem wirtschaftlichen Transformationsprozess auseinandersetzen müssen. In einigen Studien ist auch von so genannten mediterranen Staaten die Rede, deren soziale Ausprägung eindeutig stärker ausgeprägt ist als in jenen Ländern nördlich des Ärmelkanals, aber doch weniger als im Norden Europas.
Europa und die Welt
Europäische Sozialmodelle – eine vergleichende Betrachtung
Der Weg nach Katyn und zurück
Die Ereignisse rund um die Tragödie von Smolensk, als eine Delegation von hochrangigen polnischen Politikern den Tod fanden, lässt tief in die polnische Seele schauen und ist ein Beweis für die nicht zu unterschätzende Wirkung von Symbolen und Gesten in der Politik.
Ist die Globalisierung für die Finanzkrise verantwortlich?
Fragen der „Globalisierung“ sind seit 1990 in immer stärkerem Maße in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Für die einen ist die Globalisierung eine „Heilslehre“ und für andere ist sie „Teufelszeug“, das für alle wirtschaftlichen Übel der Gegenwart verantwortlich ist, das bekämpft werden und das durch einen stärkeren Einfluss des Staates auf die nationalen Wirtschaften ersetzt werden muss. Seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2007 hat sich die Kritik an der Globalisierung verstärkt, und es wird eine größere Einflussnahme der Staaten auf den Handels- und Finanzverkehr gefordert.
Regnende Banker, Angst vor der Heizkostenabrechnung und der Hinweis, dass wir noch lebendig sind
London, Underground Station Bank. Hastig drängen Menschen in teuren Anzügen und leicht gelöstem Krawattenknoten aus der U-Bahn an dem Denkmal von Wellington vorbei auf die Straße. Alle laufen etwas schneller als man es sonst aus anderen Teilen der Stadt kennt. Zielgerichtet begeben sie sich zügig in Richtung eines der großen, pompös ausschauenden Gebäude, die hier überall stehen.
Deutschland und Österreich aus der Sicht der Türkei
Ich war von September 1974 bis August 2003 beruflich in der Türkei tätig und bin natürlich auch heute noch sehr eng mit den Vorkommnissen in diesem Land vertraut. In diesen nun 34 Jahren, die ich rückblickend gut überschauen kann, hat sich die Einstellung der türkischen Bevölkerung gegenüber Deutschland und Österreich und damit ihre Sicht auf diese Länder stark gewandelt.
Zurück in die Zukunft?
„Neuer Kalter Krieg“ ist auf gutem Wege, zum Wort dieses Jahres zu werden. Dass die Mächte dieser Welt dabei sind, sich neu zu positionieren, dass dabei vornehmlich das Verhältnis des Westens zu Russland sich merklich abzukühlen droht, ist spätestens mit dem 5-Tage-Krieg um Südossetien auch in das Bewusstsein der breiten Öffentlichkeit gedrungen.
Für ein lebendiges Mitteleuropa
{mosimage}Der Mitteleuropa-Verein Deutscher Hochschüler e.V. wurde im Herbst 2006 beim 1. Stiftungsfest des VDH Budapest von Studentinnen und Studenten aus verschiedenen Ländern Europas in der Hauptstadt von Ungarn gegründet. In den letzten zwei Jahren beschäftigte sich der Vorstand mit dem Aufbau der neuen Organisation. Die Akademischen Blätter befragten den Vorsitzenden, Bálint Kolnhofer, VDSt Fünfkirchen, VDH Budapest über die bisherigen Ergebnisse.
Nein zur Auflösung von Nationalstaaten in der EU
Die CDU-Fraktion im Landtag von Nordrhein-Westfalen beschloss im Mai 2007, Nordrhein-Westfalen solle dem Benelux-Vertrag beitreten, den Belgien, die Niederlande und Luxemburg im Jahr 1958 geschlossen hatten. Dieser Vertrag regelt eine Wirtschaftsunion der drei Vertragsstaaten, also den freien Handel und die Freizügigkeit von Arbeitskräften, Dienstleistungen und Kapital. In einem weiteren Vertrag regelten die drei Staaten im Jahr 2004 auch die grenzüberschreitende Bekämpfung der Kriminalität.
Europäische „Demokratie“
Der in Lissabon von den 27 Mitgliedern der Europäischen Union vereinbarte Reformvertrag wird von den Politikern damit angepriesen, dass er die Demokratisierung in der EU stärke. Wie sieht es aber mit dem demokratischen Verfahren vor der Ratifizierung des Reformvertrages durch Bundesrat und Bundestag aus? Bevor diese Gremien entscheiden, sollten auch die Bürger entsprechend demokratischen Gepflogenheiten Gelegenheit haben, sich mit dem Inhalt des Reformvertrages vertraut zu machen und sich eine sachlich fundierte Meinung zu bilden.
Ostpreußentum und dessen Auswirkungen auf Oberschlesien
Robert Traba (geb. 1958) ist Professor für Geschichte, Kulturwissenschaftler, Dozent am Institut für politische Studien an der Polnischen Akademie der Wissenschaften, Chefredakteur der Allensteiner Zeitschrift Borussia und Direktor des im Oktober 2006 gegründeten Zentrums für Historische Forschung der Polnischen Akademie der Wissenschaften in Berlin. Im Jahr 2004 wurde Robert Traba mit dem Deutsch-Polnischen-Preis ausgezeichnet.
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