Die Eurokrise um Griechenland und ihre Folgen drohen die Europäische Union in eine weitere Phase müßiger Selbstbeschäftigung zu treiben. Dabei wären gerade die Finanzkrise und der neue Lissabonvertrag Gelegenheiten gewesen, Europa nicht mehr nur neue Institutionen, sondern eine geopolitische Vision zu verleihen.
Europa und die Welt
Eurovision
Europa nostra – ein künftiges Imperium?
Im Aufbau des europäischen Vielvölkergebildes findet sich manche Parallele zu frühren europäischen Großreichen. Aus dem historischen Vergleich drängt sich eine Frage auf: Bleibt es beim homogenen Kleineuropa – oder wird Europa Imperium?
Brüssel, Lissabon und die anderen
Oft verrät ein Blick von außen viel über das Innenleben einer Organisation. EU-Europa hat eine ganze Reihe von Nachbarn mit verschiedenen Perspektiven. Sehr nah an der Union, halb eingebunden, aber doch mit distanziertem Blick sind die Schweizer. Eine Außenansicht.
Polens EU-Ostpolitik
Im neuen, größeren Europa bestimmen nicht mehr Deutschland und Frankreich alleine die strategische Richtung der Union. Die Sichtweisen der großen EU-Mitglieder sind aber keineswegs identisch. Frankreich zum Beispiel blickt auf das Mittelmeer. Polen blickt ganz eindeutig nach Osten.
Der Kompromiss von Lissabon
Zu den wesentlichen Vorzügen des Lissabonvertrages sollte der Abbau des Demokratiedefizits in der Europäischen Union zählen. Die Bilanz ist auf diesem Gebiet gemischt. Aber damit lässt sich leben – denn noch ist die Union kein Bundesstaat.
Europäische Sozialmodelle – eine vergleichende Betrachtung
Wirtschafts- und handelspolitisch bildet die Europäische Union einen festen Block. Sozialpolitisch tut sie das nicht. Es fällt nämlich auf, dass es da einerseits eine Gruppe von Ländern gibt, die zumindest heute nur eine – höflich formuliert – sehr zurückhaltend ausgeprägte Sozialpolitik haben. Dazu gehören in Europa vor allem das Vereinigte Königreich Großbritannien und die Republik Irland. Eine weitere Gruppe betont auch heute noch recht stark das Sozialwesen im gesellschaftlichen und politischen Gefüge. Hierzu zählen insbesondere die skandinavischen Staaten, es wurde in diesem Fall Schweden exemplarisch herausgegriffen. Eine weitere Gruppe ist im Bereich der Reformstaaten zu suchen. Es sind dies ehemalige Ostblockländer, die zwar heute zur Europäischen Union gehören, die sich aber immer noch ein Stück weit mit dem wirtschaftlichen Transformationsprozess auseinandersetzen müssen. In einigen Studien ist auch von so genannten mediterranen Staaten die Rede, deren soziale Ausprägung eindeutig stärker ausgeprägt ist als in jenen Ländern nördlich des Ärmelkanals, aber doch weniger als im Norden Europas.
Der Weg nach Katyn und zurück
Die Ereignisse rund um die Tragödie von Smolensk, als eine Delegation von hochrangigen polnischen Politikern den Tod fanden, lässt tief in die polnische Seele schauen und ist ein Beweis für die nicht zu unterschätzende Wirkung von Symbolen und Gesten in der Politik.
Ist die Globalisierung für die Finanzkrise verantwortlich?
Fragen der „Globalisierung“ sind seit 1990 in immer stärkerem Maße in der Öffentlichkeit diskutiert worden. Für die einen ist die Globalisierung eine „Heilslehre“ und für andere ist sie „Teufelszeug“, das für alle wirtschaftlichen Übel der Gegenwart verantwortlich ist, das bekämpft werden und das durch einen stärkeren Einfluss des Staates auf die nationalen Wirtschaften ersetzt werden muss. Seit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2007 hat sich die Kritik an der Globalisierung verstärkt, und es wird eine größere Einflussnahme der Staaten auf den Handels- und Finanzverkehr gefordert.
Regnende Banker, Angst vor der Heizkostenabrechnung und der Hinweis, dass wir noch lebendig sind
London, Underground Station Bank. Hastig drängen Menschen in teuren Anzügen und leicht gelöstem Krawattenknoten aus der U-Bahn an dem Denkmal von Wellington vorbei auf die Straße. Alle laufen etwas schneller als man es sonst aus anderen Teilen der Stadt kennt. Zielgerichtet begeben sie sich zügig in Richtung eines der großen, pompös ausschauenden Gebäude, die hier überall stehen.
Deutschland und Österreich aus der Sicht der Türkei
Ich war von September 1974 bis August 2003 beruflich in der Türkei tätig und bin natürlich auch heute noch sehr eng mit den Vorkommnissen in diesem Land vertraut. In diesen nun 34 Jahren, die ich rückblickend gut überschauen kann, hat sich die Einstellung der türkischen Bevölkerung gegenüber Deutschland und Österreich und damit ihre Sicht auf diese Länder stark gewandelt.
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