Was können die Bildungssysteme zum wirtschaftlichen Wachstum beitragen? Antwort auf diese Frage liefert der Bildungsmonitor 2008 des arbeitgebernahen Instituts der Deutschen Wirtschaft.
Sachsen schneidet in der Studie am besten ab. Danach folgen Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern. Schlusslichter sind Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und – weit abgeschlagen – Mecklenburg-Vorpommern. Die Studie vergleicht die Bildungssysteme der 16 Bundesländer anhand von über 100 Kriterien.

Hochschule


Studierende, die einen Bachelor anstreben, sind tendenziell zufriedener als ihre Kommilitonen in traditionellen Studiengängen. Die Unterschiede sind nicht dramatisch hoch, aber in vielen Studienbereichen deutlich.
In den Wissenschaften, vor allem in den Naturwissenschaften, ist Englisch heute die weltweit gebrauchte Sprache. Das Deutsche, das sowohl in den Naturwissenschaften wie in den Geisteswissenschaften vom 19. bis in das 20. Jahrhundert (zumindest teilweise) vorherrschende Wissenschaftssprache war, hat diesen Rang inzwischen vollkommen eingebüßt.
Das „Behördenmodell Universität“, so wie es sich nach den Bildungsreformen der siebziger Jahre in Deutschland (mit jetzt 16 Wissenschaftsministerien) etabliert und das „Modell Humboldt“ ersetzt hat, scheint an sein Ende gekommen zu sein.
Die Universität wird in Deutschland massiv mit der Forderung konfrontiert, Studienfächer und Forschungsvorhaben nach ihrem Beitrag zur wirtschaftlichen und technischen Innovation auszurichten und sich dadurch zu legitimieren. Gerade die Wirtschaft (Wirtschaftsfunktionäre und Unternehmensberater) und die dem neoliberalen New Speak ergebenen Medien tun sich hier besonders hervor. Ganz im Gegensatz zu den Spitzenuniversitäten in Amerika und England.
Am Anfang war das Wort: Bildung durch Wissenschaft / Einheit von Forschung und Lehre. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts hat Wilhelm von Humboldt die Idee der deutschen Universität (und des deutschen Gymnasiums) formuliert.
Nach dem Willen der europäischen Bildungspolitiker sollen die neuen Abschlüsse das angelsächsische Modell kopieren. Man erhofft sich dadurch weltweit eine Harmonisierung und Vergleichbarkeit der Abschlüsse. Doch selbst in den angelsächsischen Ländern sagen Bachelor und Master noch lange nicht dasselbe aus.








