Der nachfolgende Beitrag beschreibt präzise die Problematik der politisch gewollten Löschung des Namens Werner Mölders.
Wir haben eine auf die Bundesrepublik Deutschland und ihr Grundgesetz verpflichtete Bundeswehr, die in der Zeit ihres Bestehens keinen Zweifel an ihrer Loyalität hat aufkommen lassen. Loyalität ist aber nicht genug.
Es muss schon etwas mehr sein, für das sich der Einsatz des eigenen Lebens lohnt. Unser vormaliger Bundespräsident Heinemann, ein untadeliger und überzeugter Demokrat, dem niemand (zu) nationales Denken unterstellen kann, hat diesen Mangel erkannt und einem Jagdgeschwader der Luftwaffe einen ehrenden, traditionsverpflichtenden Zusatz verliehen: Werner Mölders.
Der Jagdflieger des zweiten Weltkrieges war unbestritten ein untadeliger Soldat, der gerade nicht der NS-Ideologie verfallen war. Gegenteilige Konstruktionen sind zu durchsichtig, als dass sich eine Auseinanderset-zung mit ihnen lohnt. Nun wird diesem Jagdgeschwader der ehrende Zusatz aberkannt, von einem Verteidigungsminister, der damit nicht nur die auch von ihm zu erbringende Loyalität gegenüber den ihm anvertrauten Schutzbefohlenen aufkündigt, sondern auch einen ehemaligen Bundespräsidenten desavouiert. Verlangt unser demokratischer Staat von seinen Bürgern - es können auch Soldaten sein - die Erfüllung von Gesetzen und Pflichten, also Gehorsam, so muss dem Gehorchenden seine Ehre belassen werden. Sonst mutiert Gehorsam zu Kadavergehorsam. Einen als Auszeichnung verliehenen Traditionsnamen abzuerkennen, ist aber ehrabschneidend.
Die Grundlage unserer Demokratie und die Überzeugung, dass sie die beste Regierungsform ist, sollten nicht dem Einfluss zeitweise vorherrschender Ideologien in solchem Maße ausgesetzt sein, dass man sich des Spruchs auf dem Grabstein eines preußischen Generals erinnern muss: “Verweigerte den Befehl seines Königs, als Gehorsam keine Ehre brachte.”















