Freitag, 18. Mai 2012

RSS | mobil | Archiv | Spiele | Wetter | VVDSt

Sie sind hier: Zeitgeschehen Gestern und heute Mauerkreuze - Wider das Vergessen

Mauerkreuze - Wider das Vergessen

E-Mail Drucken PDF

Proteste am Checkpoint Charlie -„Um 4.01h wird mit dem Beginn der Abräumarbeiten der Mauerkreuze am Checkpoint Charlie in Berlin-Mitte gerechnet. Es wird mit starken Protesten von Opfergruppen der Stalinistischen Gewaltherrschaft und anderen Gruppen gerechnet...“ vernahmen wir aus dem Radio. In den frühen Morgenstunden des 5. Juli brachen Aktive des VDSt Berlin auf, um gegen die Abräumung ihren Unmut zu zeigen. „Denk(t)mal“ stand auf dem großen roten Transparent.

...Wider das Vergessen!Das hohe Interesse der Presse brachte uns ins Spiel, waren es Aktive des VDSt, die beherzt die Absperrarbeiten der Baufirma mit direkten Ansprachen an die Arbeiter attackierten. „Wo waren sie am 9.November 1989?“ „Tut mir leid, ich muss arbeiten!“, „Waren sie im Osten oder Westen?“ Die Polizei schickte „Deeskalationsteams“, um die Demonstranten ins Gespräch zu ziehen. Der Diskussionsansatz scheiterte. „Was wollen sie sich mit uns unterhalten, sie sind Vollstreckungsbeamte! Holen sie Herrn Wowereit hierher, die Proteste gehen gegen den rot-roten Senat. Herr Wowereit hat bis heute keine Stellungnahme verlauten lassen – das ist der Skandal “. Wir sollten nun zwischen zwei Möglichkeiten wählen dürfen: Selbstständig zu gehen, oder wir würden weggetragen werden. Die Strategie scheiterte an der Retourkutsche: „Sie haben auch zwei Möglichkeiten: Entweder sie melden sich krank oder sie machen diesen Einsatz hier mit. Warum haben Sie sich für das falsche entschieden?“
Die Demontage wurde ohne Zwischenfälle durchgezogen. Der beherzte Einsatz des VDSt u.a. engagierten Gruppen wurde in der WELT, der Berliner Morgenpost und namentlich in der Jungen Freiheit lobend erwähnt.

 

Die Kreuze am CheckpointHintergrund
In Berlin hat die Polizei das private "Mahnmal für die Toten der Mauer" geräumt. Kultursenator Thomas Flierl hält das Mauer-Mahnmal in der weit abgelegenden Bernauer Straße für ausreichend. Am Tourismusmagneten Checkpoint Charlie plant der PDS-Politiker und ehemalige Kulturbeauftragte des SED-Regimes ein „Museum des Kalten Krieges“

 

Share

Film

e.m. forster_intro
Only connect
Gedankensplitter zum wiedererschienenen Film „Wiedersehen in Howards End“ nach dem Roman von E. M. Forster 
Weiterlesen...

Literatur

bundesverfassungsgericht_intro
"Erhobenen Hauptes..."
Vom Unrechts- zum Rechtsstaat: Die Geschichte des öffentlichen Rechts in Deutschland nach 1945
Weiterlesen...

Deutschland

gamsbart_intro
"Ach Verzeihung, Sie sind ja Deutscher!"
Misserfolge in der Integrationspolitik werden oft mit unüberbrückbaren kulturellen Gegensätzen erklärt. Aber der Faktor Kultur wird überschätzt.
Weiterlesen...

Hochschule

nlp mentale landkarte_intro
Man kann nicht „nicht manipulieren“
„Die Bedeutung der Kommunikation liegt in der Reaktion, die ich erhalte“ – so lautet eine der Grundannahmen im Neurologischen Programmieren, kurz: ...
Weiterlesen...