Die Fluchthilfe von Ost nach West gehört zu den spannendsten Kapiteln in der deutsch-deutschen Geschichte. An seine Zeit in Berlin nach dem Bau der Mauer am 13. August 1961 erinnert sich Klaus Fleischmann.
Die Fluchthilfe von Ost nach West gehört zu den spannendsten Kapiteln in der deutsch-deutschen Geschichte. An seine Zeit in Berlin nach dem Bau der Mauer am 13. August 1961 erinnert sich Klaus Fleischmann.
Der 300. Geburtstag Friedrichs des Großen bewegt die Historikerzunft, viele Neuerscheinungen und Ausstellungen verteilen sich übers Land. Aber die großen Kontroversen bleiben aus; der Umgang mit dem Preußenkönig ist entspannter geworden.
Das Jubiläum eines verdienten Mannes steht an. Es geht um eine Persönlichkeit, die nicht zuletzt auch in der ehemaligen DDR mit hohen Ehren bedacht wurde und deren 200. Geburtstag sich in diesem Kalenderjahr jährt. Das markanteste Denkmal steht heute in der Hasenheide in Berlin.
Vor neunzig Jahren wurde der Zentrumspolitiker Matthias Erzberger von Rechtsradikalen erschossen. Unter den Gründungsprotagonisten der Weimarer Republik wurde der Unterzeichner des Waffenstillstands von Compiègne lange Zeit unterschätzt.
In der harten Männerwelt Preußens war sie eine Außenseiterin und wurde vielleicht gerade deshalb zur Berühmtheit. Sie kämpfte für Reformen und widerstand Napoleon. In diesem Jahr jährte sich ihr Todestag zum zweihundertsten Mal.
Spätestens mit der Reichsgründung 1871 war der Protestantismus so etwas wie ein identitätsstiftendes Merkmal des deutschen Nationalstaates geworden. Luther als Sinnbild des Widerstandes gegen Willkür, Oppression, Entartung. Uns Heutigen ist diese Auslegung fremd; wir sehen die mittelalterliche Kirche weniger düster, die protestantische mit ihren Schattenseiten. Selbst Luther hat seine Unantastbarkeit eingebüßt. Aber es gibt auch Kontinuitäten: Der unermüdliche Mitstreiter des großen Reformers, Philipp Melanchthon, war zu allen Zeiten unter gleichbleibenden Gesichtspunkten umstritten. War er der „Lehrer Deutschlands“ (Praeceptor Germaniae) oder ein „Leisetreter und prinzipienloser Kompromissler“ (BRENNECKE/SPARN)? Wurzelt in seiner Person die friedfertige Konsensbereitschaft der Evangelischen Kirche oder ihre rückgratlose Anpassungsfähigkeit?
Unter Verbindungsstudenten wird man kaum einen finden, dem seine Gedichte nicht bekannt sind. Auch heute noch werden Lieder wie „Sind wir vereint zur guten Stunde“ und „Was ist des deutschen Vaterland?“ gerne auf festlichen Veranstaltungen gesungen. Den anderen aber muss man sein Leben wieder näher bringen. Vor 150 Jahren, am 29. Januar 1860, ist Ernst Moritz Arndt gestorben, und es ist wohl angemessen, sich zu seinem Todestag noch einmal eingehend mit Leben und Werk des äußerst bekannten und einflussreichen Publizisten und Freiheitskämpfers zu befassen.
Nun also hundertfünfzig. Das ist ein Zeitabstand, bei dem man zu fragen beginnen kann, ob eine Figur, auch eine so ungeheuer wirkmächtige wie Kaiser Wilhelm II., allmählich von der Zeit überwunden worden ist. Zum Vergleich: Der hundertfünfzigste Geburtstag Friedrichs des Großen war 1862, der Bismarcks 1965; es sind schon andere Zeitalter, die nach solchem Abstand angebrochen sind. Viel Wind und Wetter haben die Spuren in der Erde undeutlicher gemacht. Das erlaubt ein wenig mehr der unaufgeregten Distanz, die man zum gerechten Urteilen braucht. Jubiläen sind immer ein Anlass zu solchem Zurückschauen. Also: Auf ein neues.
„Mein theures, gutes, liebes Weib, lebe wohl! wohl für die Zeit, die man ewig nennt, die es aber nicht sein wird. Erziehe unsre – jetzt Deine, Kinder zu edlen Menschen, dann werden sie ihrem Vater nimmer Schande machen. Unser kleines Vermögen verkaufe mit Hülfe unserer Freunde. Gott und gute Menschen werden Euch ja helfen. Alles was ich empfinde rinnt in Thränen dahin, daher nur nochmals: leb wohl theures Weib …“
Wenn man das Leben und Wirken Sebastian Haffners gewissermaßen wie durch ein Fernrohr betrachtet, dann fallen sofort drei Sonderbarkeiten auf. Die erste dieser drei Sonderbarkeiten betrifft den Beruf. In Deutschland hat man es – mehr noch als anderswo – gern, wenn man einen Menschen eindeutig einer Berufsgruppe zuordnen kann. Bei Haffner tut man sich damit schwer.
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